Veranstaltungshinweise

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Workshop gegen Rechtsextremismus am BSZ Neumarkt

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Günter Kohl, Regionalbeauftragter für Demokratie und Toleranz setzt Zeichen und beeindruckt die Auszubildenden.

Das BGJ Agrar kam am 20.3. in den Genuss den Workshop von Herrn Kohl zu besuchen. Bereits zu Beginn der Veranstaltung gelang es dem Regionalbeauftragten für Demokratie und Toleranz das Publikum dank einer beeindruckenden PowerPoint Präsentation mit „Bildern rechter Gewalt“ zu fesseln. Genau diese Ausstellung gastiert übrigens im Moment im Rahmen des Antirassismus-Projektes in der Aula der Berufsschule.

Anschließend versucht Kohl den angehenden Landwirten spielerisch und provokativ das Thema Diskriminierung näher zu bringen.

Hierbei startet er mit der Interpretation der Schülernamen. Dadurch gewinnt er das Vertrauen der Schüler. Schnell stellen die Auszubildenden fest, dass kaum ein Name innerhalb der Klasse von deutschem Ursprung ist. Die meisten Namen wurden von anderen Kulturreligionen übernommen.

Zahlreiche Arbeitsaufträge für die Schüler folgten. Hierbei nutzt Kohl immer wieder die provokative und spielerische Art, welche die Klasse zum Staunen und Nachdenken bringt.

Einer der Aufträge Kohls lautete:

„Welche Eigenschaften haben Deiner Meinung nach Ausländer?

Welche Eigenschaften haben Deiner Meinung nach die Deutschen?

Kreuze max. fünf Eigenschaften an.“

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Ernst Grube – einer der letzten Zeitzeugen aus dem NS

NS-Zeitzeuge beeindruckt am 19. März über 100 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Schulzentrums in Neumarkt.

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Während der Aufführung herrscht absolute Stille im Raum. Die Betroffenheit der jungen Auszubildenden, welche gebannt den Erzählungen des 86-Jährigen lauschten, ist nach einem Blick in die Runde ganz deutlich zu spüren.

Ernst Grube, gebürtiger Münchner war das Kind einer jüdischen Krankenschwester und eines links-politisch engagierten Vaters. Nach der Enteignung der Familie im Jahre 1938, kamen er und seine Geschwister in ein jüdisches Kinderheim. Er berichtet von Anfeindungen, wie er und seine Geschwister bespuckt und als „Judensäue“ beschimpft wurden. Immer wieder betont der Zeitzeuge die Rolle seines Vaters, der sich trotz großen Drucks weigerte, sich von seiner Frau scheiden zu lassen. Dies rettete ihm und seinen Geschwistern das Leben. Im Februar 1945 deportierten ihn die Nazis schließlich ins Ghetto Theresienstadt. Dort lebte er in ständiger Angst vor möglichen Übergriffen der Nazis.

Nach Befreiung der roten Armee kehrte Grube schließlich wieder nach München zurück, wurde zunächst Maler wie sein Vater, holte dann dank des zweiten Bildungsweges sein Abitur nach und wurde schließlich Berufsschullehrer.

Am Ende der Veranstaltung bestand die Möglichkeit Fragen zu stellen. Auf eine der vielen Fragen antwortet Grube nachdenklich:

„Ich gebe Ihnen keinen Rat. Ich erzähle meine Geschichte, damit Sie selbst entscheiden können.“

Carolin Dinauer

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„Wenn ich zurückhassen würde, hätte Hitler gewonnen“

Im Rahmen der „internationalen Wochen gegen Rassismus“ fand am 13.03.2019 eine Lesung des Buches „Jahrhundertzeugen: Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler. 18 Begegnungen“ durch den Journalisten und Buchautoren Tim Pröse statt. Ermöglicht wurde dieser Vortrag durch die Hans-Seidel-Stiftung, deren Aufgaben Helmut Christa zu Beginn kurz vorstellte. 

Tim Pröse gelang es eindrucksvoll, Geschichten von Verfolgten und anderen Helden, die sich unter Einsatz Ihres eigenen Lebens, dem NS-Regime entgegenstellten, zu erzählen. Für sein Werk sprach er unter anderem mit einem 19-jährigen Soldaten, der ein Selbstmordattentat auf Adolf Hitler verüben sollte; der Witwe von Oskar Schindler; dem Unternehmer Berthold Beitz, der zahlreiche Juden vor der Ermordung bewahrte; Inge Scholl, einer Schwester der Geschwister Scholl und dem Ausschwitzüberlebenden Jehuda Bacon.

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Faschingstradition am unsinnigen Donnerstag

Auch in diesem Jahr wurden am unsinnigen Donnerstag wieder Krapfen für den guten Zweck verkauft. Schülerinnen und Schüler aus den Klassen WEH10a, WEH11a und KFR11 zogen mit Servierwägen voll bepackt mit leckeren Krapfen durch die Klassenzimmer und versorgten ihre Mitschüler mit einer kleinen Stärkung. Insgesamt konnten durch die Aktion 241,68 Euro an Spenden für das Kinderhospiz St. Nikolaus gesammelt werden.

Cornelia Tischler

Krapfenaktion 1

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WAAhnsinn am Beruflichen Schulzentrum Neumarkt

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Berufsschule Neumarkt im Gespräch mit Landrat a.D. Hans Schuierer und Wolfgang Nowak

Auf Einladung des Fachbereichs Sozialkunde besuchte Herr Landrat a.D. Hans Schuierer und sein damaliger Mitstreiter gegen der Bau der atomaren Wiederaufbereitungsanlage (WAA) in Wackersdorf, Herr Wolfgang Nowak, am 25.02.2019 das Staatliche Berufliche Schulzentrum in Neumarkt.

Begleitet wurden die beiden Herren von Frau Gertrud Heßlinger (zweite Bürgermeisterin der Stadt Neumarkt und damalige Aktivistin) und dem Polizisten Herrn Johannes Wein aus Parsberg, der damals als Bürger die Einsätze seiner Kollegen mitverfolgte.

Vor mehreren Klassen aus verschiedenen Fachbereichen der Berufsschule Neumarkt wurden die Geschehnisse bei den Auseinandersetzungen um den Bau der WAA in den 1980er Jahren beleuchtet. Vielen Schülern waren die Vorgänge, die jetzt schon 30 Jahre zurückliegen, gänzlich unbekannt. 

 
 
Die Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf im Landkreis Schwandorf  sollte die zentrale Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) für abgebrannte Brennstäbe aus Kernreaktoren in Deutschland werden. Da die Arbeitslosenquote in Wackersdorf nach dem Ende des Braunkohleabbaus 1982 auf über 20 Prozent geklettert war, hoffte die bayerische Staatsregierung, einen möglichen Widerstand mit dem Arbeitsplatzargument entkräften zu können. Zudem befand sich der überwiegende Teil des 130 ha großen Baugeländes bereits im Besitz des Freistaats.
 
Der Bau, begonnen 1985, wurde von massiven Protesten von Teilen der Bevölkerung begleitet und 1989 eingestellt. Das WAA-Baugelände wurde danach mit erheblichen Steuermitteln zum Gewerbegebiet Innovationspark Wackersdorf umgestaltet.

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