Veranstaltungshinweise

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Farbe macht Froh

EIn Kunstprojekt der JAF11a schmückt zum Ausklang eines sicher bemerkenswerten Schuljahres unsere Aula. Doch hinter den in liebevoller Detailtreue erstellten Bildern stecken Botschaften, auf die man beim reinen Betrachten der Bilder nicht im ersten Moment kommt. Zum Pressetermin am 15.07. wurden ein paar der Gedanken hinter den Bildern von den Künstlern vorgestellt. Der richtige Umgang mit den Techniken des Zeichnens und Malens haben die Schüler dabei von Ihrer Lehrerin Frau Daniela Mirbeth erhalten und mit Freude und Engagement auch umgesetzt. Da die Ausstellung aufgrund der Corona-Pandemia leider nicht öffentlich ist, sei hier die Möglichkeit gegeben, die gelungenen Werke zu bestauen. Unter "Weiterlesen" sind zwei der Geschichten hinter den Bildern auszugsweise abgedruckt.

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 "Mein Bild zeigt meine Reise ins Ungewisse, während einer dunklen und beängstigenden Nacht." So beschreibt Raad Jibrail Sarah selbst Ihr Bild, das sie im Kunstprojekt  geschaffen hat. "Dieses Bild spiegelt meine Gefühle wider und zeigt meine Ängste und Hoffnungen gleichzeitig. Es erzählt meine Geschichte und die Geschichte anderer tausender Menschen, die sich auf der Flucht befinden. Junge Menschen - wie ich, ältere Menschen und Kinder." Sarah erzält von Ihrer Flucht, beschreibt die unwirtliche Situation vor Ihrer Flucht, die Gefühle und Ängste Ihrer Familie, weil allen klar ist, dass es kein Zurück mehr gibt. Sie schildert die Lügen der Schleuser, da nicht ein kleiner Fluss sondern schließlich ein ganzes Meer überquert werden musste und dass in einem Boot für 6 Personen auch doppelt so viele Menschen Platz haben. Man spürt förmlich die nasse Hand, mit der sie die Nähe des Wassers und der damit verbundenen Gefahr fühlt: "In dem Moment wusste ich, dass wir uns in Lebensgefahr befinden, da der Abstand zwischen Boot(skante) und Wasser weniger als 10cm betrug und starker Wellengang herrschte. Jede Bewegung, die wir machen würden, wäre ein Fehler, der uns das Leben hätte kosten können. Keiner von uns trug Schwimmwesten. Ich wusste, dass wir unweigerlich sterben könnten. Für mich eine schreckliche Erfahrung, die wir nur dank Gott überstanden hatten." Mit starker Stimme nennt sie den Mond als Metapher für Ihr Heimatland Irak. "Ab jetzt kann ich wieder unbeschwert an meinen "Mond", den ich verlasse habe, denken. Für die meisten Menschen ist mein Bild nur ein gewöhnliches Bild, weil sie die Geschichte dahinter nicht kennen. Deswegen habe ich versucht einen kleinen Teil meiner Geschichte mit Hilfe dieses Bildes weiterzugeben. Das ist mein Bild und meine Geschichte."

 

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"Wenn ich meine Gefühle "sichtbar und greifbar mache" kann ich sie besser verstehen und lerne sie zu aktzeptieren" so beschreibt Monika Magyari, eine Mitschülerin von Sarah die Motivation für ihr Werk. Malen ist für sie nicht nur eine Entspannungsübung, sondern tut ihr gut. "Es heilt meine Seele. Ich kann dadurch meine Gefühle zum Ausdruck bringen" So beschreibt sie Schwarz als Symbolfarbe für Kummer, Verzweiflung und Trauer. Gefühle für die man sich schämt, die man selbst nicht wahrhaben möchte. ... Aber man kann Gefühle durch Farben kontrollieren. Man kann sie ins Gleichgewicht bringen, indem man auf einen schwarzen Hintergrund bunte Farben aufträgt." Weil Schwarz als "Farbe" aber eben da ist, zeigt Monika "dass wir nicht immer glücklich sein können, sondern auch negative Gefühle zur menschlichen Natur gehören. Traurigkeit ist also normal.... Weiß symbolisiert spirituelle Reinheit, Licht, Perfektion und Unschuld." Das ist Monikas Grund für die weißen Ränder in ihrem Bild. "Man kann jede Farbe neutralisieren, in dem man Weiß dazu mischt, wodurch deren Stimmung ruhiger und weniger überwältigend wird"

 

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