Veranstaltungshinweise

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Besuch aus Äthiopien

Bischof Lesanu-Christos Matheos am BSZ Neumarkt

Schon seit 16 Jahren darf das BSZ – Neumarkt im Rahmen der Missio- u. Misereoraktionen Gäste aus „Aller Welt“ begrüßen. Auch zur diesjährigen Missioaktion der katholischen Kirche mit dem Themenschwerpunkt Äthiopien war der Referent für Weltkirche Dr. Gerhard Rott mit dem Missio – Gast Bischof Lesanu – Christos Matheos an das BSZ Neumarkt gekommen, um die Anliegen und die Lebenssituation von Menschen in einem der ärmsten Länder Afrikas darzustellen.

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Um den Erziehungsauftrag des Religionsunterrichtes gerecht zu werden, ist es sinnvoll und notwendig Schülerinnen und Schüler mit den Anliegen der Welt außerhalb ihres Erfahrungsbereiches zu konfrontieren und die Sensibilität für die Not anderer Menschen zu schärfen. Besonders Gäste aus der „Einen Welt“, Menschen anderer Kulturen, Sprachen und Hautfarben können den Horizont von Auszubildenden erweitern und helfen, Vorurteile abzubauen.
Der Fachbetreuer für Religion und Ethik StD. Johann Rupp hat 165 Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Klassen in der Aula des BSZ versammelt. Aufmerksam hörten sie den Anliegen des Bischofs zu. Anschließend konnten sich die Schüler mit Fragen und Statements an den Bischof wenden. Auch zu einigen sporadischen persönlichen Begegnungen des Bischofs mit Schülerinnen und Schülern kam es zum Abschluss dieser Veranstaltung.
Im Folgenden sind einige Projekte die Bischof Lesanu – Christos Matheos (zu deutsch: Matheos, die Zunge Christi) hier vorgestellt.
Bischof Lesanu-Christos Matheos (58) hat eine besondere Aufgabe, denn in seiner Eparchie (vgl. Bistum) Bahir Dar-Dessie lebt das schwarzafrikanische Volk der Gumuz. Noch vor ein paar Jahren wagte sich kaum jemand in die Nähe dieses Volksstammes, dessen Mitgliedern der Ruf von Mördern anhing. „Vielleicht weil sie traditionell Jäger sind“, sagt Bischof Lesanu-Christos. Vor etwa sechs Jahren kamen dann zwei junge Männer aus dem Volk der Gumuz zu Bischof Lesanu-Christos und baten ihn, einen Priester in ihr kleines, abgelegenes Dorf namens Banush zu schicken. Zuvor hatten Comboni-Schwestern den Gumuz in einem anderen Dorf medizinische Behandlung angeboten. Heute steht in Banush eine kleine Kirche und immer mehr Bewohner bekennen sich zum katholischen Glauben. „Wichtig ist, dass die Gumuz das Christentum als etwas Eigenes betrachten und nicht als etwas Fremdes“, sagt der Bischof. „Wir wollen ihre Lebensweise nicht verändern, sondern ihnen Verbesserungen bringen.“ Die katholische Kirche hat je ein Wohnheim für Gumuz-Mädchen und -Jungen errichtet, damit sie in der Stadt zur Schule gehen können. Bildung, medizinische Versorgung und ein spirituelles Angebot – damit will der Bischof die Lebenssituation der Menschen bereichern. Insgesamt erstreckt sich die Eparchie Bahir Dar-Dessie über 14 verschiedene Regionen - von der Grenze zum Sudan im Westen bis zur Grenze nach Dschibuti im Osten. Bischof Lesanu-Christos ist seit 2015 in Bahir Dar. Er ist der erste katholische Bischof dieser Region.

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